Hallo,
vor kurzem habe ich mir Klimadiagramme angeschaut und festgestellt, dass cranwelli und cornuta doch sehr unterschiedliche Klimabedürfnisse haben. Bei Ceratophrys cornuta sind ganzjährliche Temeraturen zwischen 25 und 30 Grad, während bei Ceratophrys cranwelli die Temperatur von Ende Mai bis Anfang August knapp unter 20 Grad sinkt. Da regenet es dann auch fast gar nicht, bzw. gar nicht. Ich denke mal, dass er in diesem Zeitraum seine Trockenruhe macht.
Außerdem habe ich gelesen, dass bei cornuta ganzjährig ein feucht-heißes Klima mit einer Luftfeuchtigkeit von 90% herrscht.
Da macht der doch auch keine Trockenruhe, geht ja nicht. Es gibt ja nur Regenzeit, wo es häufig regnet und 2 Trockenzeiten, wo es trotzdem bis zu acht mal im Monat regnet, aber es wird nie richtig trocken und kühler.
Bei einem Fantasy Schmucki ist das dann doch ein großes Dilemma. Er ist ja ein Hybrid aus diesen beiden doch sehr unterschiedlich zu kultivierenden Fröschen. Im Buch "Horned Frogs" von Philippe de Vosjoli steht im Kapitel über die Fantasy Frösche, dass sie ähnlich zu pflegen sind wie cornuta. Aber kann man das überhaupt so sagen?
Ist das nicht auch von Frosch zu Frosch verschieden? Je nachdem, welche Gene stärker durchschlagen?
Worauf ich hinaus will ist eigentlich die Frage, ob Fantasy Hornfrösche Trockenruhe benötigen. Cornuta macht ja scheinbar keine bei der Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Aber Ceratophrys cranwelli braucht eine. Das passt doch gar nicht zusammen.
Ich habe festgestellt, dass mein Fantasy hohe Temperaturen sehr schätzt, dann auch richtig aktiv ist, oft quakt und besser frisst.
Also kann man daraus ableiten, dass er mehr vom cornuta hat? Und deshalb ebenfalls keine Trockenruhe benötigt?
Irgendwie finde ich, dass es nicht richtig ist, Hybriden zu züchten. Man weiss ja gar nicht, wie man die behandeln soll.
Trockenruhe Fantasy Schmuckhornfrosch
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Wer braucht schon Signaturen? Nee, mal ganz ehrlich, die liest doch niemand, oder? 

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Re: Trockenruhe Fantasy Schmuckhornfrosch
Hallo,
ich würde mich eher an C. cornuta orientieren, da diese bezüglich der Temperaturen die anspruchsvollere Art ist. Viele Halter schicken aber auch C. cranwelli nicht in Trockenruhe und die Tiere leben dennoch jahrelang bei guter Gesundheit.
Bei so einem Hybrid muss man halt Kompromisse machen, beiden Ausgangsarten gleichzeitig kann man nicht gerecht werden, wenn diese so verschieden sind.
Eigentlich müssten diese Hybriden genetisch relativ homogen sein, da es sich dabei stets um die F1-Generation handelt, die jeweils die Hälfte des Genoms jedes Elternteils in sich trägt.
Grüße
ich würde mich eher an C. cornuta orientieren, da diese bezüglich der Temperaturen die anspruchsvollere Art ist. Viele Halter schicken aber auch C. cranwelli nicht in Trockenruhe und die Tiere leben dennoch jahrelang bei guter Gesundheit.
Bei so einem Hybrid muss man halt Kompromisse machen, beiden Ausgangsarten gleichzeitig kann man nicht gerecht werden, wenn diese so verschieden sind.
Eigentlich müssten diese Hybriden genetisch relativ homogen sein, da es sich dabei stets um die F1-Generation handelt, die jeweils die Hälfte des Genoms jedes Elternteils in sich trägt.
Grüße
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